2K-MID-Technik
Das Zwei-Komponenten-Spritzgießverfahren bietet für die MID-Technik eine große Gestaltungsfreiheit für dreidimensionale Schaltungsträger aus Kunststoff und ist vorteilhaft bei großen Stückzahlen.
Bei der 2K-MID-Technik erfolgt die Strukturierung des Leiterbilds bereits beim Spritzgießprozess. In der Regel wird im ersten Schuss ein metallisierbarer Thermoplast (z.B. kernkatalysiertes LCP) verarbeitet, wobei die Leiterbahngeometrie des MID abgebildet wird. Im zweiten Schuss werden die Bereiche zwischen den Leiterbahnstrukturen mit einem nichtmetallisierbaren Thermoplasten umspritzt, wodurch das MID seine endgültige Form erhält. Anschließend erfolgt die selektive Metallisierung der Leiterbahnstrukturen.
Im Rahmen eines AiF-Vorhabens wurde die Verbundfestigkeit von selektiv metallisierbaren Thermoplasten beim 2K-Spritzguss untersucht. In einem weiteren AiF-Vorhaben wurde gemeinsam mit HSG-IMIT untersucht, wie ein modulares Gehäuse für ein Durchfluss-Sensorsystem mittels 2K-MID-Technik realisiert werden kann.




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